Chemnitzer Morgenpost vom 23.04.2010 Von Cristiane Hamann-Pönisch

Käptn`s Dinner mit Palatschinken

Andreas Zweigler schrieb neue Komödie für Chemnitzer FressTheater

CHEMNITZ – Als der Chemnitzer Kabarettist Andreas Zweigler im vergangenen Jahr mit seiner Frau eine Donauschiffsreise buchte, wollte er einfach mal die Seele baumeln lassen, Fluss, Länder und Leute genießen. Doch er war noch nicht von Bord, da hatte er schon ein neues Stück im Kopf. Am 28. April feiert im Chemnitzer FressTheater "Käptn`s Dinner" Premiere. Walzerselig wird Zweiglers komödiantische Flusspartie auf der schönen blauen Donau ganz gewiss nicht. Dafür ist seine Kabarettistenseele viel zu aufmüpfig und fröhlich. Der Gründungsvater der weit und breit einzigartigen Bühne für Hausgemachtes hat sein Ensemble auf heftige und deftige Wortgefechte bei Tisch eingeschworen. Zwei Ehepaare namens Sachse (!) und Bayer (!), Kapitän und Reiseleiterin können vor lauter Missverständnissen kaum voneinander lassen. Doch nichts wird so heiß gegessen wie gekocht. "In Wirklichkeit haben wir uns ja ganz gut vertragen. Die Meinungen und Erfahrungen nach 20 Jahren einig Deutschland sind eben verschieden", schickt der Autor mit Augenzwinkern der Premiere voraus und seiner illustren Reisegesellschaft hinterher. In der FressTheater-Kombüse wird für jedes Stück ein passendes 3-Gänge-Menü gekocht – diesmal dürfen Budapester Palatschinken und Wiener Schnitzel nicht fehlen. Nach sieben Jahren ist Zweiglers Mundarttheater trotz Krise und Preiserhöhungen ohne Kredite und Schulden mehr denn je auf Erfolgskurs. Von wegen brotlose Kunst, die Stammbesatzung der 14 einst arbeitslosen Frauen und Männer aus unterschiedlichsten Berufen kommt mit ihrer bodenständigen Unterhalten und bisschen Bescheidenheit gut über die Runden. Das häufigste Kompliment aus dem Publikum ist für Andreas Zweigler und sein Ensemble zugleich das schönste: "Das Essen hat gut geschmeckt. Und wir haben viel gelacht." Kleiner Appetitzügler bei Käptn`s Dinner“: Zweiglers "MS Continental" ist restlos ausverkauft.


 
FREIE PRESSE vom 05.02.2010 Von Petra Wötzel

Im Fresstheater einen Kindheitstraum erfüllt

Auf Umwegen zur Bühne: Die gebürtige Burkhardtsdorferin Rosi Brehme bringt als Schauspielerin in Chemnitz das Publikum zum Lachen

Burkhardtsdorf. Als Kind hatte Rosi Schindler aus Burkhardtsdorf einen Wunsch. Gerne wäre sie Schauspielerin geworden. Der gerade Weg war damals nicht so einfach. Doch heute bringt Rosi unter ihrem jetzigen Namen Brehme sechs Tage in der Woche mit dem Ensemble vom Fresstheater Chemnitz die Besucher zum Lachen. Unverwechselbar und unüberhörbar ist dabei ihr ausgeprägter Erzgebirgisch-Burkhardtsdorfer Dialekt. "Jetzt hat sich mein großer Traum erfüllt, den ich schon als kleines Mädchen hatte. Das macht mich sehr glücklich", so die 54-jährige.
Mit einer Laienspielgruppe stand sie bereits als Schülerin in ihrem Heimatort Burkhardtsdorf und in der Umgebung leidenschaftlich gerne auf der Bühne. Die Besucher wurden von den Nachwuchs-Mimen mit Märchen und erzgebirgische Stücken wie die Geschichte vom Stülpner-Karl erfreut. "Kulissen und Kostüme haben wir selbst gebastelt und zusammengestellt. Für mich war es eine ganz tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte", erinnert sich Rosi Brehme. Ihre berufliche Zukunft konnte sie sich durchaus auf der Bühne vorstellen. Sie bewarb sich, heimlich, ohne dass die Eltern überhaupt etwas ahnten, an einer Schauspielschule. Doch als sie davor stand, verließ das "Mädchen vom Lande" der Mut, und sie kehrte wieder um. Gelernt hat sie schließlich einen "ordentlichen" Beruf. Nach ihrer Ausbildung zur Textilfacharbeiterin arbeitete sie in verschiedenen Betrieben, schulte um, fand aber keine feste Anstellung.
Bis sie eines Tages eine Freundin auf die Idee brachte, doch einmal in der neu gegründeten Gruppe "Theater arbeitsloser Chemnitzer" vorbeizuschauen. Die Lust am Spielen war geweckt. Sie fühlte sich sofort wohl und blieb dabei. Brachten die Laiendarsteller aus den verschiedensten Berufen anfangs in originellen, lustigen Stücken ihre eigenen Lebensgeschichten auf die Bühne, erweiterte sich nach und nach das Repertoire. Das Besondere - es gab nicht nur Kultur, sondern auch Essen für die Gäste. Im ersten Stück "Bis stille Sybille", in dem es um eine verkorkste Jugendweihefeier geht, servierte man noch Bockwurst und Kartoffelsalat. Inzwischen hat das Ensemble sein Domizil im Spiegelsaal des "Continental", und der Koch kredenzt allabendlich ein Drei-Gänge-Menü für etwa 70 Besucher. Die "hauseigenen" Stücke hat der Chemnitzer Kabarettist, Gründungsvater und künstlerischer Leiter Andreas Zweigler den nunmehr fest angestellten Darstellern auf den Leib geschrieben. "Wir sind dem Ehepaar Zweigler sehr dankbar, dass sie den Mut zu diesem Fresstheater hatten", so Rosi Brehme.
So schlüpft sie als Schwiegertochter, Brautmutter, als charmante Organisatorin Renate, als Klatschtante, Frau Ursel und als Gerda in "Schon wieder Hochzeitstag" in die verschiedensten, durchweg humorvollen und liebeswerten Rollen. "Das schönste an diesem Theater ist die familiäre Atmosphäre, die Nähe zum Publikum jeden Alters, das immer wunderbar mitmacht. Es ist einfach toll, wenn Frauen und Männer Lachtränen in den Augen haben", schwärmt Rosi Brehme. Dabei falle es ihr bei witzigen Zwischenrufen aber auch manchmal schwer, ernst zu bleiben.
Das Lampenfieber hat die verheiratete Aktrice und zweifache Mutter inzwischen im Griff. Nur vor Premieren herrscht Ausnahmezustand. Da ist die gemütliche Wohnung ganz in der Nähe des Theaters mit "Gedächtnishilfen" ausgelegt, und dem sonst so vorlauten Papagei Uli ist das Ganze nicht geheuer. Nervöser als sonst ist Rosi Brehme allerdings auch, wenn Freunde, ihr Mann Reinhard oder ihr großer Fan, die Mutter aus Burkhardsdorf, im Publikum sitzen. Dann braucht sie oft noch etwas länger, um nach der Vorstellung abzuschalten. "Nach Hause kommen und schlafen - das funktioniert bei mir nicht." Dann greift sie zum Buch, schaut fern oder hört Musik, um "herunter zu kommen".


 




 
Chemnitzer BLICK 26.11.2008

(PF). „Oma zahlt alles!“ So heißt die neueste Inszenierung im Fresstheater. Heute Abend ist Premiere.

Wirtin Christine Stolper und Schauspielerin Martina Sperling
als Oma Else schlagen für das Stück schon mal in Omas Kassenbuch
nach. Denn: Großmutter hat Geburtstag und lädt alle ein.
Die bucklige Verwandtschaft muss da natürlich hin.
Und damit nicht genug: Die Besucher müssen sich von der älteren
Generation auch noch jede Menge Beleidigungen gefallen lassen.
Schließlich besitzt Omi ein Häuschen, und das soll doch
keinesfalls in falsche Hände geraten,oder?




 
FREIE PRESSE vom 28.11.2008 Von Marianne Schultz

Wer bekommt Omas Häuschen - und wann?

Neues Kabarett-Programm im Fresstheater - Publikum bei Premiere hingerissen

Am Mittwochabend schlug wieder die Stunde der Kabarettisten. Im Fresstheater gab es die Premiere zu "Oma zahlt alles", ausgedacht und einstudiert von Andreas Zweigler. Und das ist einmal mehr deftiger Witz mit blutvoll-derben Sprüchen in kraftvoll-sächsischer Mundart zum üppigem Dreigänge-Menü.
Nix los in Hinterposemuckel? Kann schon sein. Kein Zug geht ab, und wenn dann doch mal eine Möhre angeschlichen kommt, gibts keine Fahrkarte. Ans Aufgeben jedenfalls denken Mutter und Tochter nicht, denn "Oma hat Geburtstag", da winken familiäre und womöglich monetäre Überraschungen.
Die Wirtin (wie immer die prachtvolle Christine Stolper) tut derweil ihr Bestes, der handfesten Oma Else (Martina Sperling), die auch nicht auf den Mund gefallen ist, das Etablissement für ihre Geburtstagsfeier auszureden, denn sie kennt ihre Pappenheimer. Entweder die Gäste haben keinen Hunger, oder sie haben kein Geld, oder sie sind mit dem Auto da. Trotzdem: Oma kriegt geholfen, wenn auch zähneknirschend. Ein Tisch wird gestellt für die bucklige Verwandtschaft, wo man nie weiß, wer mit wem gerade im Clinch liegt.
Rosi Brehme, Kerstin Hoffmann, Manuela Kräher und Anni Worm agieren lustvoll als schrille Familie und spielen sich richtig in Rage. Sie tragen Leggins und viel Plaste, zanken ohne rot zu werden, sind prächtige Typen, die man sich allerdings nicht unbedingt als Nachbarn wünscht, so neugierig, so streitsüchtig, so direkt. Klare Worte fallen, keine Peinlichkeit wird ausgelassen. Gerade deshalb halten sie der ehrenwerten Gesellschaft einen Spiegel vor die Nase. Man kennt das.
Ein gewisser Herr Kranz mit juristischen Kenntnissen aus Schwaben (Mike Schein) weiß: Erben will gelernt sein, und verdienen kann man dabei auch noch. Schließlich besitzt Omi ein Häuschen, und das soll doch keinesfalls in falsche Hände geraten, oder? Und vielleicht kann man da auch noch ein bisschen nachhelfen? Als auch noch ein Postbote (Tino Walther) die Botschaft vom warmen Geldregen für Oma Else bringt, sind der Gier sämtliche Schleusen geöffnet. Nur Sibille beweist jugendliche Unschuld...
Im eleganten Spiegelsaal im ehemaligen Continental gegenüber dem Hauptbahnhof ist das Publikum hingerissen. Echtes und Spiel, Gastlichkeit und Bühne gehen hier fließend ineinander über. Keiner hier ist "gelernter" Schauspieler, fast alle haben im TACH-Theater (Theater arbeitsloser Chemnitzer) ihre ersten Bühnenversuche unternommen und eine Erfolgsstory gelandet, die mit über 70.000 Besuchern ziemlich einmalig da steht. Seit fünf Jahren feiert hier das Fresstheater nach dem Prinzip "Mundart und Klöße" fröhliche Feste. Ausverkauft sind sämtliche Programme bis März. Allein das Menü mit "Vorsubbe", "Herschrollade" (Hirschroulade) und "Desserd" hätte das Kommen gelohnt, das flink herbeigetragen wurde. Auch wenn die Wirtin temperamentvoll schnaubt: "Wer Personal hat, braucht keine Feinde." Am 3. Dezember erscheint der Spielplan für die Monate April bis September 2009. www.fresstheater.de




 
Blick 15.10.08

Fünf Jahre „Fressen“ im Vorstellungssaal – Chef Zweigler: „Dieses Theater gibt es in Deutschland nicht nochmal“

(PF) .Manuela Kräher, Kerstin Hoffmann, Anni Worm, Mike Schein und all die anderen Darsteller aus dem Chemnitzer „Fresstheater“ sind Schauspieler durch und durch. Dabei hat keiner von ihnen den Beruf an einer Schule gelernt. Der Großteil des Ensembles hat seine ersten Versuche auf den Brettern im Theater arbeitsloser Chemnitzer, kurz: “TACH“, gemacht. Inzwischen spielen sie unter der Anleitung von Kabarettist Andreas Zweigler. Er hatte gemeinsam mit seiner Frau vor genau fünf Jahren die Idee, das „Fresstheater“ zu eröffnen. „Damals planten wir für zwei Jahre“, erinnert sich Zweigler. „So lange lief die Förderung vom Arbeitsamt. Inzwischen spielen wir sechs Tage pro Woche, immer vor ausverkauftem Haus.“ Mehr als 73.000 Besucher waren schon da. „So etwas wie das Chemnitzer Fresstheater gibt es in ganz Deutschland nicht noch einmal“, sagt Zweigler. „Klar kann man in anderen Städten auch im Theater essen. Aber eben nicht während der Vorstellung. Bei uns gehören die Tischszenen zum Spielplan. Deshalb macht es uns auch nichts aus, wenn das Publikum mit dem Besteck auf den Tellern klappert. Die Darsteller machen es ja nicht anders. “Derzeit laufen die Proben für das neue Stück. “Oma zahlt alles“ hat am 26. November Premiere. Es gibt noch Restkarten für alle Vorstellungen.




 
FREIE PRESSE vom 19.04.2008
Von Katharina Leuoth

Spiel im Spiegelsaal für bislang 65.000 Gäste Erfolgsgeschichte des Theaters im einstigen Hotel Continental hält an - Vorstellungen teils bis September ausgebucht - ABM als Kassenknüller

Wer das Fresstheater an der Bahnhofstraße besuchen will, muss sich in Geduld üben. Teils bis September sind Vorstellungen ausverkauft, seit 2003 zählte man rund 65.000 Besucher. In dem Theater wird ein Drei-Gänge-Menü serviert. Und es gelingt mit Schauspielern, die keine sind, sondern aus der Langzeitarbeitslosigkeit zur Bühne kamen. Man kann auch sagen: Aus einem ABM-Projekt wurde ein Kassenknüller. Und das mittlerweile ohne Fördergeld. "Na", sagt die Wirtin mit den roten Locken so laut, dass es auch jeder hören kann, "kannst du auch schon wieder stehen? Du hast ja beim Polterabend einen gezwitschert!" Die angesprochene Frau fährt erschrocken zusammen, tut aber so, als habe sie nichts gehört und geht schnurstracks weiter durch den Vorraum hinein in den Saal des Fresstheaters. Und denkt sich: Wer um Himmels willen war das denn?

Alles gehört zum Spiel
Die Wirtin gehört zum Spiel, und das Spiel beginnt beim Einlass des Theaterpublikums. Mit dem Schritt über die Schwelle verwandeln sich die Besucher zu Mitspielern, auch wenn vielen das erst nach und nach klar wird. Beispiel: "Klaffenbacher Hochzeit". Bei diesem Stück wird das Publikum zur Hochzeitsgesellschaft. Die Wirtin heißt sie mit Erinnerungen an den Polterabend willkommen und winkt sie zum Theatersaal durch. Dort nehmen die Zuschauer an den Tischen Platz, dann strömen die Schauspieler als Braut und Bräutigam, Eltern und Freundin herein und setzen sich an eine lange Tafel. Singende und tanzende Kellner servieren Zuschauern wie Schauspielern den ersten Gang des Hochzeits-Menüs. Und während die Gäste mit ihren Gabeln das Perlhuhn-Ragout in der Blätterteigpastete auseinandernehmen, beginnen an der Hochzeitstafel Irrungen und Wirrungen nach Vorbild deftigen Volkstheaters, zetert die Braut mit bedrohlich rollenden Kulleraugen, besäuft sich der Bräutigam und treibt das Chaos dem Publikum mitunter Lach-Tränen in die Augen. Fünf Stücke gibt es, alle aus der Feder von Andreas Zweigler, Kabarettist im Chemnitzer Kabarett sowie künstlerischer Leiter des Fresstheaters. Das sechste Stück führt Ellen Schaller vom Chemnitzer Kabarett als Gastspiel auf, als Ein-Personen-Stück.

Von der Arbeitslosigkeit aufwärts
Das Fresstheater ist ein seltenes Beispiel dafür, dass aus einem ABM-Projekt ein Kassenknüller werden kann. Denn die Schauspieler sind eigentlich keine Schauspieler, sondern ehemalige Langzeitarbeitslose, die durch ein Projekt aufgefangen werden sollten: das "Tach-Theater". "Arbeitslose wurden dort in AB-Maßnahmen animiert, Theater zu spielen, um wieder Selbstvertrauen zu gewinnen", erklärt Birgit Zweigler, Geschäftsführerin des Fresstheaters. Sie ist Mitarbeiterin im Institut für soziale und kulturelle Bildung, das Trägerverein des Tachs gewesen war. Die Theaterstücke dort stammten von den Arbeitslosen selbst: Sie erzählten auf Tonband ihr Schicksal, das von Fachleuten dramaturgisch aufgearbeitet und dann auf der Tach-Bühne von den Arbeitslosen gespielt wurde. Doch die ABM war meist nach einem Jahr vorbei. "Ich aber wollte etwas Bleibendes schaffen", sagt Birgit Zweigler. Die Idee zum Fresstheater sei vage im Tach entstanden, aber erst in Gesprächen mit einem Investor, der in der Fabrikhalle "Brau und Bögen" Kleinkunst ansiedeln wollte, habe die Idee greifbare Formen angenommen. 2001 wurde es dort gegründet, mit den talentiertesten Arbeitslosen aus verschiedenen Jahrgängen des Tach-Theaters, mit Hilfe von Schauspielunterricht und Tipps von Kollegen aus dem Kabarett sowie mit Geld des Arbeitsamtes. Für Kerstin Hoffmann beispielsweise, einst Kauffrau und über die Langzeitarbeitslosigkeit zum Tach- und dann zum Fresstheater gekommen, ein Glück. "Ich habe früher nie gedacht, dass ich zum Theater komme. Ich habe diesen Traum nie geträumt, aber er ist trotzdem in Erfüllung gegangen. Es ist absolut mein Ding." Seit 2003 hat das Theater sein Domizil im ehemaligen Hotel Continental an der Bahnhofstraße im mit Stuck und Gold verzierten Spiegelsaal mit rund 70 Plätzen. Und seit etwa fünf Jahren komme das Theater ohne öffentliches Geld aus und finanziere sich hauptsächlich über das Eintrittsgeld, sagt Birgit Zweigler. Einen kleinen Teil steuere ein Sponsor bei. Zudem habe man sich Richtlinien gegeben: Das Unternehmen zahle Kindergeld aus, Überschüsse werden an alle verteilt und eine erweiterte Theaterleitung soll ein Mitbestimmungsrecht für die Angestellten ermöglichen. Rund 15 Festangestellte gehören heute zum Theater, darunter sieben Schauspieler. Zudem helfen Pauschalkräfte, zum Beispiel Studenten, aus.

Wirtin singt und singt
Das Essen ist abgeräumt, das Hochzeitspaar hat sich in die Flitterwochen verabschiedet. Doch die Gäste sitzen noch, unterhalten sich, trinken etwas. Die Wirtin mit ihren roten Locken stürmt herein. "Na, noch da?" Und dann singt sie, während die Band sie begleitet. Umgedichtete Gassenhauer, Wortspiele. Nur langsam leert sich der Saal. Und erst dann ist das Spiel vorbei.

Service
Das Stück "Klaffenbacher Hochzeit" gibt es jetzt auf DVD. Sie ist in den Geschäftsstellen der "Freien Presse" an der Brückenstraße 15 und im Vita-Center erhältlich.




 
BLICK vom 19.03.2008

In der Geschäftsstelle der Freien Presse gibt es Kabarett für Zuhause

Endlich: Fress-Theater auf DVD

Humorvolles Mundarttheater trifft auf ein sächsisch-erzgebirgisches Drei-Gäng-Menü: Das Chemnitzer Fresstheater wird immer beliebter. Gründungsvater ist der bekannte Chemnitzer Kabarettist Andreas Zweigler. Den Erfolg des Theaters erklärt er sich so: „Der Zuschauer sitzt inmitten des Spektakels, gehört dazu. Selbst die auffallend liebenswerten Kellnerinnen mit der strengen Wirtin an der Spitze entpuppen sich als Teil der Szene.“
Aus Zweiglers Feder stammen die vier hauseigenen Stücke. Besonders in der Inszenierung „Klaffenbacher Hochzeit“ wird deutlich: Zweigler schaut dem Volk aufs Maul und in die Herzen.
Jetzt gibt es den Publikumskracher auch für Zuhause. „FRESSi fürs Sofa – Klaffenbacher Hochzeit“ ist gerade frisch aufgenommen. Die DVD, mit der die Zuschauer bequem daheim auf dem Sofa die Fresstheater-Komödie erleben können, gibt´s ab sofort in den Geschäftsstellen der Freien Presse (Brückenstraße 15 und im Vita-Center) . Andreas Zweigler: „Die DVD ist ein echter Schmaus für Auge und Ohr. Nur kochen müssen die Zuschauer selbst.“




 
Chemnitzer Morgenpost vom 14. September 2007

CHEMNITZ- Ob „Klassentreffen“, „Klaffenbacher Hochzeit“ oder „Gaffeegladsch“- der Spaß kommt im Chemnitzer FRESSTheater nie zu kurz.

Theatergründer und Hausautor Andreas Zweigler ist für seine humorvollen Extratouren weithin bekannt. Jetzt heuert der Kabarettist Ensemble, Publikum und Erzgebirgsbahn zu einem handfesten „Tumult im Zug“ an. Am Sonntag heißt es auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof: Bitte einsteigen! Der eher gemütliche Autofahrer Zweigler verspricht: „noch nie war Zugfahren so lustig.“ Auf der Reise durch das schöne Flöhatal- mit Grillpause am Bahnsteig Olbernhau/Grüntal- geht es bei musikalischer Begleitung der Gruppe „Biertakt“ heiter rauf und runter auf der Hitliste des vor vier Jahren gegründeten Theaters.




 
Erzgebirgsrundschau vom 07.April 2007

Deftig, humorvoll, liebenswert

Fresstheater! Der Name scheint für eine kulturelle Einrichtung etwas derb. Aber wer im Spiegelsaal des „Continental“ in Chemnitz (Bahnhofstraße 6) schon einmal eine Aufführung erlebt hat, erinnert sich noch lange an einen überaus vergnüglichen Abend – wurde und wird doch hier Kulinarisches mit Künstlerischem zu einem besonderen Erlebnis gemixt.
Ein erlesenes sächsisches 3-Gänge –Menü, eingebettet in kurzweiliges humorvolles Mundarttheater mit kabarettistischen Spitzzüngigkeiten, gewürzt mit handgemachter Musik und flott umsorgt vom schauspielernden Servierpersonal und einer gestrengen Wirtin – das ist die Mischung aus barockem Festsaal und deftigen (Kunst-) Genüssen. – Gespielt werden u. a.: Bis stille, Sibille! , Klaffenbacher Hochzeit , Klassentreffen , Kurschatten und NEU: Schon wieder Hochzeitstag Alle diese Ensemblestücke wurden von Andreas Zweigler, dem beliebten Chemnitzer Kabarettisten geschrieben und inszeniert. Der Gründungsvater und künstlerischer Leiter des „Fresstheaters“ schaut dabei dem Volk aufs Maul und in die Herzen – und so mancher Besucher erkennt sich vielleicht selbst wieder.